AdeliAdeli ist 11 Jahre alt. Sie kam im 2017, auf Grund einer Anfrage der Mutter, die weder einen festen Wohnsitz noch eine feste Arbeit hat, ins Kinderheim. Die Mutter lebt und arbeitet (wann immer Arbeit vorhanden ist) momentan in Bishkek. Adeli musste ständig die Schule wechseln. Der Vater ist verstorben als Adeli klein war. Das Mädchen ist kontaktfreudig, übernimmt Verantwortung, ist mitfühlend und lernt gut in der Schule. Adeli braucht dringend ärztliche Hilfe wegen einer Verformung des Brustkorbes. Meine Dolmetscherin und grosse Hilfe vor Ort, Lena, hat über ihre Schwester einen Professor gefunden, der das Mädchen ab sofort betreut und allfällig die nötigen Schritte unternimmt. Ich habe CHF 400 für die nötigen Abklärungen zur Verfügung gestellt, da sonst ein Kind aus dem Heim auf eine Warteliste kommt. 

Adeli wurde im März erfolgreich am Brustkorb operiert. Stand April 2018

Baktilek Aigerim

Baktilek (2001) lebt mit seinen Schwestern Aigerim (2000) und Altynai (1998) seit 2010 im Kinderheim, basierend auf einem Antrag der Mutter, die damals in Bishkek wohnte und arbeitete. Sie ist Alkoholikerin und unterdessen ist ihr Aufenthaltsort nicht mehr bekannt. Als die Eltern vor ein paar Jahren scheiden liessen, blieben die Kinder bei der Mutter. Sie konnte die Kinder aber nicht grossziehen, sodass sie immer wieder bei anderen Verwandten wohnten. Der Vater ist in Kasachstan und hat dort eine neue Familie. Die Kinder haben einen Onkel aber der ist Invalid, darum darf er die Kinder nicht zu sich nehmen. Eine Tante väterlicherseits kann die Kinder nicht aufnehmen, weil ihr Mann dagegen ist. Die Tante besucht die Kinder ab und zu. 2014 konnten endlich die Geburtsurkunde für die 3 Geschwister erstellt werden. Baktilek ist ruhig, freundlich, anständig, aber listig. Er lernt gut in der Schule gut. Aigerim ist ein kontaktfreudiges, freundliches, anständiges, offenes Mädchen. Sie tanzt gern und möchte Sängerin werden.  

Angelika Angelika

Angelika und Albina waren 4 und 5 Jahre alt, als sie im 2009, zusammen mir ihrem Bruder Ali ins Kinderheim kamen. Alle drei Kinder kamen nach einer Einweisung durch die Stadt Orlovka ins Heim. Die Mutter war Alkoholikerin und lebte mit einem Alkoholiker ohne ständigen Wohnsitz zusammen. Der Vater verstarb 2015. Die Mutter ist am 28. Dezember 2015 verstorben. Die Kinder waren verwahrlost und mussten betteln gehen, bevor sie ins Kinderheim kamen. Am Anfang fürchtete sich Angelika vor dem Verhungern und versteckte deswegen Esswaren. Die Kinder hatten alle starke Stress-Symptome (Hautentzündung Blasen und Diathese). Angelika und Albina gehen in Orlovka zur Schule. Sie sind heute ruhig, aufmerksam, kontaktfreudig und gutherzig. Beide sprechen Russisch und Kirgisisch. Albina lernt gut, sie mag Literatur und Erdkunde.  

Aisuluu ist ein 19-jähriges Mädchen, das schon seit Geburt von Gulnara vom Kinderheim betreut wurde und sie hat Ausuluu auch vor 13 Jahren zusammen mit anderen Kindern nach Orlovka ins Kinderheim gebracht und ihnen dort eine neue Zukunft geboten.

Mittlerweile studiert Aisuluu in Bishkek Juristin (Internationales Recht) und hat schon verschiedene Auszeichnungen erhalten. Sie hat sich durch hervorragende Arbeit letztes Jahr für einen Wettbewerb in Baku (Aserbaijan) qualifiziert und dieses Jahr eine Einladung von einer deutschen Universität erhalten.

Ich habe mich sehr gefreut, als Gulnara zu Verhandlungen ins Skigebiet betreffend Eröffnung eines Kioskes mit Aisuluu gekommen ist und sie ihr damit das Vertrauen in ihre Tätigkeit aufgezeigt hat.

Aisuluu hat aber noch andere Fähigkeiten. Als ich das erste Mal mit einem grösseren Transport Ware geliefert habe, wurden für mich von den Kindern einige Tänze vorgeführt, die anscheinend von Aisuluu einstudiert wurden. Ich war begeistert über ihre Arbeit.

Man hat mir dann gesagt, dass sie neben dem Studium noch gerne Tanz- und Choreographie-Unterricht geniessen würde.

Eine Davoser Familie finanziert seither dieses Hobby inkl. der diverser Zusatzkosten wie auch die Reise nach Deutschland.

Zwei Tage von der Schulschluss-Feier am 31. Mai 2016 habe ich Stoff im Kinderheim abgegeben, den mir die Davoser Familie mitgegeben hat. Und anlässlich der Feier hat man mir, zu meiner grossen Überraschung, einen echten Appenzeller Tanz vorgeführt, den Aisuluu mit den Kindern eingeübt hat. Das Ganze wurde in selbstgemachten Kostümen, die innert zwei Tagen aus dem mitgebrachten Stoff entstanden sind, gezeigt. Ich war sehr überrascht und gerührt.

 

Anfangen möchte ich mit Ajana, die ich im Skigebiet kennengelernt habe und mir den Input gegeben hat, das Kinderheim zu besuchen.

Wir ermöglichen im Skigebiet der Dorfjugend von Orlovka unentgeltlich das Skifahren zu erlernen und stellen Skiausrüstung inkl. Skibekleidung zur Verfügung.

Die Kinder trainieren in verschiedenen Gruppen je nach Alter, Anfänger und Fortgeschrittene, ähnlich wie bei uns in der JO.

Ein kleines Mädchen ist mir im Winter 2012 besonders aufgefallen, das mit grossem Elan und unermüdlich übte. Der Leiter hat mir dann erklärt, dass dies Ajana vom Kinderheim sei und dass es wirklich das fleissigste Mädchen sei.

Es hat mich dann inspiriert, das 4 km vom Skigebiet mitten in Orlovka gelegene Kinderheim zu besuchen, dem ich schon vorher immer wieder Kleider und Schuhe zukommen liess. 

Barspenden

Barspenden sind sehr willkommen und werden zu 100% für bauliche Investitionen im Kinderheim investiert.

Patenschaften

Es bestehen Möglichkeiten für Patenschaften für einzelne Kinder. Diese Patenschaft kann jährlich erneuert werden.

Hilfsgüter

Hilfsgüter/Naturalien wie Kleider, Schuhe, Stoff, Spielsachen, Schulmaterial, Laptops, usw. nehme ich gerne entgegen.